Der früheste Schwarm

Eigentlich beginnt die Schwarmzeit im Mai. Diesen Bienen wurde es aber bereits im April zu eng in Ihrer Behausung.

Dass Bienen schwärmen und sich das Bienenvolk dabei teilt, ist die Folge ihres ganz natürlichen Vermehrungstriebes. Im Frühsommer, wenn die Bienen viel Nektar und Pollen finden und das Wetter meist warm und trocken ist, erreicht ein Bienenvolk sein Maximum an Größe. Die Bienenkönigin legt in dieser Zeit 1.000 bis 2.000 Eier am Tag. Da wird es im Stock schnell zu eng, und das Bienenvolk beginnt mit der Vorbereitung zum Schwärmen. Dann gibt es außerdem bereits ausreichend Drohnen zur Begattung der neuen Königinnen. An diesen Tagen legt eine begattete Bienenkönigin 1.000 bis 2.000 Eier am Tag. Schnell wird es dann im Stock zu eng und das Bienenvolk beginnt mit der Vorbereitung aufs Schwärmen. Die Arbeiterinnen legen Weiselzellen an, in die die Königinnen Eier legt. Nach 16 Tagen schlüpfen daraus neue Jungköniginnen. Doch kurz vor dem Schlupf der ersten Jungkönigin, zieht ihre Mutter, die alte Bienenkönigin, mit einem Teil des Bienenvolkes aus und überlässt den Bienenstock ihrer Nachfolgerin. Mit dem Bestreben, eine neue Behausung zu finden, macht sich der Schwarm auf den Weg. Meist sammelt sich der Bienenschwarm erst einmal an einem Ort, der nicht weit entfernt ist. Nahegelegene Bäume, Sträucher oder auch Laternenmaste und Dachrinnen sind typische Stellen, an denen sich ein Schwarm erst einmal sammelt. 

Von dort aus ziehen einige Bienen als Spurbienen weiter, um eine passende Nisthöhle zu suchen, in der sich das Volk neu einrichten kann. Haben sie einen solchen Ort gefunden, zieht der gesamte Bienenschwarm samt Königin dort ein. und beginnt die sogleich mit dem Wabenbau.

Mai und Juni sind in unseren Breiten die klassischen Monate der Schwarmzeit. Wann ein Bienenschwarm loszieht, hängt unter anderem vom Zustand des Bienenvolkes, dem Wetter und der Tageszeit ab.

Ein Bienenvolk muss vor seiner Teilung groß genug sein, damit sowohl der Schwarm als auch der zurückbleibende Volksteil eine Chance zu Überleben haben. Daher kommt ein Bienenvolk in der Regel erst dann in Schwarmstimmung, wenn ausreichend Bienen, Brut und Vorräte vorhanden sind, und es sein Brutnest nicht weiter ausdehnen kann. Dann legen die Bienen sogenannte Schwarmzellen an, in denen sie neue Königinnen heranziehen.

Quelle: 

Deutsches Bienen-Journal

 

Wenn die Königin beim Einfangen des Schwarms in der Schwarmfang-Kiste gelandet ist, streben alle Bienen die noch draußen sind zu Ihrer Königin.

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